Vor zehn Jahren hat im Kosovo der Krieg geendet. Gleich nach Kriegsende startete das Land Tirol seine Kosovo-Hilfe. Sie sollte eines der erfolgreichsten Hilfsprojekte im Kosovo werden und wird möglicherweise jetzt verlängert.
300 Familien das Überleben gesichert
Mit relativ wenig Geld und vielen guten Ideen konnte 300 Familien in dem immer noch unglaublich armen Land das Überleben gesichert werden.
Langsamer Aufschwung
Es geht aufwärts, im Kosovo, wenn auch nur sehr langsam. In der Provinz Podujevo, in der Tirol hilft, ist der Lebensstandard so wie in Tirol vor fünfzig oder sechzig Jahren, noch bevor der Tourismus Wohlstand in die Täler gebracht hat.Kapital gibt es kaum im Land, und auch von außen will niemand so recht investieren, zu unsicher sind bis heute die politischen Verhältnisse im Kosovo, auch wenn mittlerweile fast alle Staaten der EU den Kosovo als eigenständigen Staat anerkannt haben.

Tiroler Helfer werden gefeiert
Mitten in dieser Unsicherheit werden die Tiroler Helfer gefeiert wie große Helden. Die Wiederaufbau- und Rückkehrhilfe des Landes Tirol hat gegriffen. Diesmal haben die Tiroler 30 Stück Grauvieh mitgebracht. Geschenkt gibt es die Tiere nicht, 800 Euro müssen die Bauern pro Kuh aufbringen, das ist relativ billig. Aber für den Kosovo ein Vermögen.
Nur ein Bauer bekommt eine Kuh geschenkt. Er wurde vom einheimischen Hilfskommitee ausgewählt, weil er besonders arm ist. Mit einer Kuh, einem Pferd für die Arbeiten am Hof und ein paar Hühnern muss er seine Familie ernähren.
Zwei Millionen Euro
Pro Jahr hat die Kosovo-Hilfe des Landes Tirol etwa 200.000 Euro für Projekte aufgewendet, insgesamt in zehn Jahren rund zwei Millionen Euro. Dazu kommt noch der auch private Einsatz von Flüchtlingskoordinator des Landes Tirol, Peter Logar. Dass die Hilfe gefruchtet hat, sei für ihn der schönste Lohn, sagt Logar.
Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Steixner (ÖVP) und Soziallandesrat Gerhard Reheis (SPÖ) erklärten bei einem Lokalaugenschein im Kosovo, es sei noch zu früh, die Kosovaren alleine zu lassen. Allerdings stehen Beschlüsse für zusätzliche Geldmittel im Tiroler Landtag noch aus.